#1 Güterverkehr in der Pellenz Anfang der 70er, Teil 1 von g t 01.09.2021 23:22

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Hallo zusammen,

diesen Beitrag habe ich schon längere Zeit auf meiner todo Liste, nun habe ich mich endlich dazu aufgerafft.

Die Pellenz zwischen Andernach und Mayen ist geprägt von Landwirtschaft, dem Abbau von Bims und Lavasand im Tagebau und der damit zusammenhängenden Baustoffindustrie. Im Rahmen meiner ersten Fotojahre habe ich öfters die Region erkundet und habe so manche Güterzugleistung aufnehmen können.

Wir starten in Andernach...



052 167-4 wartet auf die Übernahme eines Güterzuges. Elektoautos die mit einer Batterie angetrieben wurden gab es schon damals, wie uns der Gepäckkarren links im Bild beweist.




Großer Bahnhof in Andernach am 11.05.1975 als 052 167-4 und 050 142-9 festlich geschmückt auf die Übernahme von zwei Sonderzügen warteten. Rechts hinten wartet aber auch 050 023-1 um einen Güterzug nach Mayen Ost bringen zu können. Interessant auch die Gleise rechts vom Güterschuppen und der Rampe, heute längst Geschichte. Auch die der Beleuchtung dienenden Gasflaschen am Formsignal verdienen einen Blick.




Eine sehr beachtliche Länge bot am 06.04.1974 dieser Güterzug mit 050 142-9. Hier steht die Lok bereits jenseits der Straßenbrücke, auf der ich im Bild vorher stand. Im Zugverband sind für militärische Zwecke auch zwei Reisezugwagen eingespannt. Es war bekannt das man damals die Grenzlast teilweise etwas großzügig auslegte um sich eine zweite Fahrt oder eine Vorspannlok zu sparen.




Einfach mal für die Freunde 2achsiger Güterwagen.
Besondere Beachtung verdient der zweite. Das könnte ein G10 sein und war bereits am 05.10.1972 eine Rarität, als 051 602-1 am Esig Andernach der Eifelquerbahn nach längerem Warten endlich Hp 2 bekam, um in den Bahnhof Andernach einzufahren. Die Querung der linken Rheinstrecke ist gut zu erkennen und die Berge in Hintergrund liegen bereits auf der anderen Rheinseite am Rand des Westerwald.




Und ein Blick in die Gegenrichtung, ebenfalls mit 051 602-1. Mit dem Nichtabschneiden eines Zuges war ich damals in den Anfängerjahren noch nicht so geübt




Für die Freunde des Pferdesports habe ich die Reitanlage bei Andernach mit abgelichtet, leider wollte kein Pferd mit auf das Bild. Dafür müht sich links 050 023-1 ab, um mit viel militärischer Fracht an Fahrt in der Steigung zu gewinnen.




Ein paar Meter weiter in Richtung Miesenheim, rechts sehen wir noch das Vorsignal (damals als Vr bezeichnet) zum Esig Andernach, stand dieses auf mich merkwürdig wirkende Gebäude. Ob dieser Bimsbetrieb noch zum Zeitpunkt der Aufnahme am 04.09.1972 in Betrieb war habe ich schon damals bezweifelt. Im morgendlichen Frühnebel hinter 050 592-5 der übliche Güterzugbegleitwagen und dann Rungenwagen mit nicht erkennbarer Fracht.




Hier habe ich den Sound noch im Ohr. Bei regnerischem Wetter und feuchten Schienen knallt 050 142-9 mühselig bei km 2.0 durch die Pellenz. Hinter der Lok erstmal Schüttgutwagen, man glaubt gar nicht was es früher für Güterzüge auf der Eifelquerbahn gab.




Kein Güterzug, aber hier sehen wir mit Blick auf dieses Werk, nahe dem ehemaligen Plaidter Weichenwärterstellwerk Po, wunderbar ein Beispiel der verarbeitenden Bimsindustrie in der Pellenz. Für den diensthabenden Stellwerker war der Sonderzug mit 023 076-6 und Vorspann 052 167-4 am 11.05.1975 sicherlich eine Abwechslung. Ab dem 2-4. Wagen kann man oberhalb der Dächer auch die Trasse des ehemaligen Ablaufberges in Plaidt erahnen.




Rangierdienst in Plaidt am 22.02.1974 mit 050 185-8. Rechts am Bildrand wieder das Stellwerk Po, links das Bimswerk vom vorherigen Bild. Ich weiß gar nicht wie es kam, irgendwann habe ich mich auf der Lok wiedergefunden und an dem regen Rangiergeschehen, auch auf dem Ablaufberg, teilgenommen.

Mehr gibt es dann demnächst in diesem Kino im zweiten Teil.

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