#1 Randale im Schwabenland (Etwas Story und 11 B.) von g t 08.01.2020 22:44

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Hallo zusammen,

auch dieses Jahr, nun zum zweiten Mal infolge, habe ich am Dreikönigsdampf der EFZ teilgenommen. Von drei Veranstaltungstagen mit 52 7596,



weitgehend im vereinfachten ÜK (Übergangkriegslok) Outfit gehalten, war ich zwei dabei. Es gab besonders am ersten Tag mit teilweiser Unterstützung der 64 419 mächtig was auf die Ohren.



Zur mogendlichen blauen Stunde starteten wir mit leichtem Nieselregen in Tübingen Hbf. Über Plochingen, Esslingen und eine Güterzugverbindungskurve bei Bad Cannstadt wechselten wir die Strecke und die Fahrt verlief zunächst bis Schorndorf. Zu unseren 5 Wagen mit rund 200t Last erhielten wir dort noch als sechsten Wagen den Bahnpostwagen des Museums Losheim zusätzlich beigestellt.

So wurde für die 1:40 Steigungen auf der Schwäbischen Waldbahn Unterstützung nötig, der in Form der 64 419 als Vorspann bereitgestellt wurde. Mit vereinten Kräften und bereits jetzt lautem Getöse ging es dann auf dem ersten flacheren Streckenabschnitt bis Oberndorf los.



Auch unter interessierter Teilnahne der staunenden örtlichen Bevölkerung gab es dort die erste Scheinanfahrt mit sehr beachtlichen Klängen.

Nach dem der planmäßige Triebwagen, als seinen Endpunkt, den Haltepunkt geräumt hatte, konnte unser Dampfzug wieder zurücksetzen und weiter ging es stetig lautstark bergan an bis Laufenmühle.






Dort ging es für die zweite Scheinanfahrt vom Bahnhof zurück in die Kurve und nun erfolgte in dieser steigungsreichen Kurve ein Stakato der besonderen Art. Schade das ich euch den Sound nicht liefern kann. Einfach nur Klasse! Das bleibt haften...

Anscheinend waren alle Verantwortlichen von den Scheinanfahrten selbst derart begeistert, das man sich kurzfristig entschloss noch eine weitere ursprünglich nicht angekündigte Scheinanfahrt, durchzuführen. Da wir gut im Plan lagen war das wohl auch möglich.





Dieser zusätzliche "Event" fand in Breitenfürst statt. Nach Halt im Haltepunkt drückte der Zug über den erneut geschlossenen BÜ zurück in den Wald. Die verdutzten Autofahrer an der Schranke sahen erstmal für sie sehr ungewohnte sechs Wagen (einschließlich Mitropa Speisewagen) und dann zwei Dampfloks rückwärts an sich vorbeirollen.

Danach gingen die Schranken hoch und bevor sie wieder schlossen ging die Randale, zuerst nicht sicht- sondern nur hörbar, in der Steigung mitten im Wald los. Was für ein Spektakel!
Wieder mit viel Sound ging es danach in den 1:40 Steigungen bis zum Endpunkt in Welzheim mit Wasserfassen am dortigen Wasserkran!

Nach einer auch schönen Rückfahrt, die 64 führte nun bis Bad Cannstatt und dem Genuss mir bislang unbekannter Biermarken, war die Vorfreude auf den zweiten Tag groß.




Erstmal von Tübingen bis Plochingen rückwärts, aber wiederum mit gutem Sound, ging es dann Kessel voraus über die Geislinger Steige zunächst bis nach Amstetten.



Was auf der Geislinger Steige an Klängen geboten wurde war wohl kaum noch zu toppen. Eventuelle Langschläfer im Ort waren hinterher sicherlich wach.
Ich sag mal gefühlt war der Regler bis zum Anschlag aufgerissen.
In Amstetten ging es mit einem etwas aufwendigeren Umsetzmanöver und ebenfalls Wasserfassen am dort vorhandenen Wasserkran auf die auch interessante Lokalbahn nach Gerstetten.
Die überraschte gleich auf den ersten Kilometern mit einer nicht erwarteten Steigung. Nicht nur im zur Verfügung gestellten separaten Fanbereich, in dem penetrant mit offenen Fenstern gefahren wurde, waren nun bei der etwas moderateren Geschwindigkeit viele Fenster offen.



Da unser Zug etwas "Überlänge" für den Bahnhof Gerstetten hatte, musste nach dem Absetzen der 52 mit der "Bahnhofsköf" 332 530-7 erstmal der Zug etwas bewegt werden um das Umsetzen überhaupt zu ermöglichen. Zu erwähnen ist der herzliche Empfang durch die dort tätigen Aktiven, das sehr gepflegte Bahnhofsidyll in Gerstetten und das kleine Bahnmuseum, das durchaus einen Besuch wert war.



Auf der Rückfahrt kam sogar die Sonne mit ihren goldgelben Strahlen kurz zum Vorschein und verwandelte den weißen Dampf ungewohnt in etwas anderes Licht.

Verpasste Bahnhofshalte passieren nicht nur den ICE's sondern auch mal Dampfzügen. Mit Schwung wollte wohl der Lokführer auf der Hauptbahn die Steigung hinter Nürtingen nehmen und verpasste so den Planhalt zum Aussteigen im Bahnhof. Dieses kleine Missgeschick war aber mit Ersatzhalt im nächsten Bahnhof und freier Rückfahrt in der nächsten RB schnell geregelt.

Eine tolle Veranstaltung der Eisenbahnfreunde Zollernbahn, die dort auf die Beine gestellt wurde. Da kann man nur Danke sagen.

#2 RE: Randale im Schwabenland (Etwas Story und 11 B.) von Dieselpower 09.01.2020 13:44

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Verpasste Bahnhofshalte passieren nicht nur den ICE's sondern auch mal Dampfzügen. Mit Schwung wollte wohl der Lokführer auf der Hauptbahn die Steigung hinter Nürtingen nehmen und verpasste so den Planhalt zum Aussteigen im Bahnhof. Dieses kleine Missgeschick war aber mit Ersatzhalt im nächsten Bahnhof und freier Rückfahrt in der nächsten RB schnell geregelt.



Hallo Gerd....
das kommt mir bekannt vor, das ist uns in Westerburg beim letzten Besuch der 58 311 ganz ähnlich widerfahren (ASig wechselte bei der Annäherung auf Ks1 - und Regler auf...) - auch hier genügte ein Anruf auf der entsprechenden RB zurück ab Wilsenroth - schön, daß so unkomplizierte Aktionen heute noch möglich sind.

#3 RE: Randale im Schwabenland (Etwas Story und 11 B.) von Waldi1 09.01.2020 18:01

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Hallo Gerd,

die Veranstaltung hat sich wie man deinem Beitrag entnehmen kann, absolut gelohnt.

Die 64 ist eine Augenweide, die sieht total knuffig aus.

Herzlichen Dank für den äußerst interessanten Beitrag.

Mit dem verpassten Aussteigehalt, das kommt in den besten Familien vor, hier ist Improvisationstalent gefragt.

Bis dann!

#4 RE: Randale im Schwabenland (Etwas Story und 11 B.) von ultra 10.01.2020 17:35

Hallo Gerd!

Vielen Dank für den sehr interessanten Bilderbogen!
Dank Deiner ausführlichen Beschreibungen und den aussagekräftigen Fotos, kann man den Sound der Dampfrösser förmlich hören!

Schöne Grüße!

Uli

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